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  An Louise
  Ach wollt' in Liedern oft dich preisen,
  Du wunderstille Güte,
  Wie du ein halbverwildertes Gemüte
  Dir liebend hegst und heilst auf tausend süße Weisen,
  Des Mannes Unruh und verworr'nem Leben
  Durch Tränen lächelnd bis zum Tod ergeben.
 
  Doch wie den Blick ich dichtend wende,
  So schön in stillem Harme
  Sitzt du vor mir, das Kindlein auf dem Arme,
  Im blauen Auge Treue und Frieden ohne Ende,
  Und alles laß ich, wenn ich dich so schaue -
  Ach, wen Gott lieb hat, gab er solche Fraue!
  Joseph Freiherr von Eichendorff 1788 - 1857
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