Liebesgedichte.mobi

  Das Geständnis
  Ein Wörtchen muss ich dir verkünden,
  Ein leises Wörtchen, dir allein.
  Längst fühlt' ich es mein Herz entzünden,
  Doch schloss ich's tief im Busen ein -
  Du siehst mich fragend an? O schlage
  Nur jetzt noch nieder deinen Blick,
  Mir weicht der Mut, es treibt die Frage
  Ins Innerste das Wort zurück.
 
  Nein, sieh mich an - die Wange glühet,
  Und zur Erde sinkt mein Blick.
  Mir pocht das Herz, der Odem fliehet,
  Und so verscheucht die Furcht das Glück.
  Ich kann, ich kann das Wort nicht sagen,
  Ob es mein Inn'res gleich verzehrt,
  Denn Reue folgt dem kühnen Wagen,
  Wenn uns ein blinder Wahn betört.
 
  O möchtest du mich doch verstehen
  Und dann dem Schüchternen verzeihn! -
  Du lächelst? Kannst du wohl erspähen
  Die Quelle meiner Lust und Pein? -
  Du nickst mit freundlicher Gebärde?
  Du zürnest, Holde, nicht auf mich?
  Wohl mir, dem Glücklichsten der Erde!
  Geliebte, ja, ich liebe dich.
  Karl Streckfuß 1779 - 1844
________________
zurück


Liebesgedichte.mobi Über die Liebe
Sehnsucht
Verlieben
Liebeserklärungen
Leidenschaft
Treue
Vermissen
Abschied
Liebeskummer
Trauer
Küssen
Herzmotive
Blumenmotive
Frühlingsgefühle
Erotik

Mobiles Netz

Liebesgedichte.mobi - Poesie über die Liebe. Aktueller Seitenbereich: Liebesgedicht - Das Geständnis

Impressum
________________
copyright by Camo & Pfeiffer