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  Frühlingsfahrt
  Naht der Frühling hell und heiter,
  Fahr ich in die Welt hinaus,
  Immer stiller, immer weiter,
  Und mein einziger Begleiter,
  Ist ein blauer Veilchenstrauß.
 
  Da mit traurigem Gemüte
  sie bei mir im Garten stand
  Und ihr Auge feucht erglühte,
  Band den Strauß sie, Blüt an Blüte,
  Zitterns mit der lieben Hand.
 
  Tät ihn an das Herz mir legen,
  Küsste mich und sprach zu mir:
  "Nimm die Blumen fromm entgegen,
  Denn auf allen deinen Wegen
  Blühen keine schönern dir.
 
  Liebehauch, von meinem Munde
  Schloss ich in die Veilchen ein,
  Das Gedächtnis dieser Stunde
  Lebt in ihrer Kelche Grunde,
  Lässt sie unverwelklich sein!"
 
  Und das Wunder ist geschehen
  Nach der Liebsten Zauberwort:
  Ihre Augen muss ich sehen,
  Ihren Atem fühl ich wehen,
  Und die Veilchen blühen fort.
  Max Kalbeck 1850 - 1921
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