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  Die Magd
  Du bist ganz Magd, ganz Dienerin. Von Antlitz
  gemeißelt nicht so sehr wie Meine Herrin;
  und auch an Leib nicht allsosehr verfertigt
  von Künstlerhand, so Elfenbein und Silber
  und Mond.
 
  Dein Haar ist Dienerinnenhaar; wie Herbst
  und überreife Trauben sind die Brüste;
  dein Knie zu wohlig, und dein Schoß zu weh,
  zu fern das Lachen, gleichwie Tränen um
  Nichts näher . . .
 
  Mich sticht seit sieben Tagen der Geruch
  von dir! von deinem Leibe und Gewand
  und Bett! wie einen Hund ein Feindsgeruch! . . .
  Dein Atem hungert fühllos, und dein Blut
  verzeiht hilflos und tatlos, stumpf, wie tot,
  alles Getane, eh' es noch getan . . .
 
  Liegt's nicht wie Biblisch Land vor uns? Du solltest
  hoch auf dem hohen, widerwill'gen, stolzen
  vom HERRN verschlossnen Schoße Meiner Herrin
  Mir einen Sohn gebären - - -
  Heinrich Lautensack 1881 - 1919
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