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  Wohl weiß ich einen Kranz zu winden
  Wohl weiß ich einen Kranz zu winden
  Aus Blumen, die ich selbst gepflückt -
  Wohl auch das rechte Wort zu finden,
  Ob ich betrübt bin, ob beglückt.
 
  So lang' ich meiner Sinne Meister,
  So lang' ich wie, was mir gefällt,
  Gehorchen dienstbar mir die Geister
  Der Blumen- und der Feenwelt.
 
  Doch in der heilgen Glut des Kusses,
  Im Wunderleuchten des Geschicks,
  Im Augenblick des Vollgenusses,
  Im Vollgenuß des Augenblicks,
 
  Da fehlen mir zum Lied die Töne,
  Gleichwie der Nachtigall der Schlag,
  Weil wohl der Mensch das höchste Schöne
  Genießen, doch nicht singen mag.
 
  Wer kann die helle Sonne malen
  In höchster Glut im Mittagslicht?
  Wer nur sie seh'n mit ihren Strahlen
  Von Angesicht zu Angesicht?
  Friedrich Bodenstedt 1819 - 1891
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