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  Trennung
  Noch einen mir, der Kraft mir leihe!
  Gib, Weib, bevor ich scheiden muß,
  Für Leben mir und Tod die Weihe
  In einem langen, heil'gen Kuß!
 
  Laß brennend ihm von deinem Munde
  Mir bis des Herz des Herzens glühn,
  Und duftend glänze diese Stunde
  Gleich Rosen, die auf Gräbern blühn!
 
  Um unsre seligsüßen Schmerzen
  Soll sie, und um des Abschieds Qual,
  Aufflammend halb wie Hochzeitskerzen
  Und halb wie Leichenfakelstrahl;
 
  Und fern noch in der Trennung Wehe
  Mir leuchte sie, wenn ich verirrt
  Am Rande des jähen Abgrunds stehe
  Und alles um mich finster wird.
  Friedrich von Schack 1815 - 1894
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